Ein wirksames Überspannungs-Schutzkonzept besteht aus drei Teilen:

dem Grobschutz (B - Ableiter)
dem Mittelschutz (C - Ableiter)
dem Feinschutz (D - Ableiter)

Es hat die Aufgabe, an spannungsführenden Leitungen auftretende Spannungs-spitzen abzuleiten. Solche Spannungsspitzen können durch direkten oder indirekten Blitzschlag und durch Spannungsschwankungen im Netz entstehen. Besonders hohe Zerstörungskraft haben Blitzschläge. Egal, ob sie direkt in die Leitung einschlagen oder als indirekter Blitz ihre Spannung induktiv in das Stromnetz übertragen, gefährlich sind sie immer. Da schiessen plötzlich Stromstärken von einigen tausend bis zu einigen hunderttausend Ampere mit extrem hoher Spannung durch das Netz und in Elektroanlagen, die für 230 Volt ausgelegt sind.

Ohne Überspannungsschutz werden Geräte zerstört oder geraten gar in Brand. Wieweit Versicherungen Blitz- und Blitzfolgeschäden decken oder sich leistungsfrei stellen können, hängt von den Vertragsklauseln ab. Aber nicht nur die hohen Spannungsspitzen von Blitzeinschlägen sind gefährlich. Von "Überspannung" spricht man bereits dann, wenn die übliche Netzspannung von 230 Volt um 20% überstiegen wird. Ab diesem Wert können Geräteschäden auftreten. Insbesondere EDV-Anlagen, aber auch Mikrowellenherde und hochwertige TV- oder Hifi-Geräte reagieren äusserst sensibel auf minimale Überspannungen. Denn die immer winziger werdenden elektronischen Bauteile haben auch eine grössere Empfindlichkeit gegenüber Spannungsspitzen zur Folge. Eine Reparatur ist zwar möglich, aber auch nicht billig.

 

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